Chronik

 

Die Anfangsjahre

Die Silberwarenfabrik Franz Scheurle wird im Jahr 1903 vom Namensgeber in seiner Heimatstadt Schwäbisch Gmünd gegründet. In den Anfangszeiten besteht das Produktsortiment aus einer übersichtlichen Auswahl an Kleinsilberartikel. Durch die Pariser Weltausstellung drei Jahre zuvor war jedoch der silberne Stock- und Schirmgriff in Mode gekommen. Dank einer hohen Nachfrage entwickelt sich dieses „Trendprodukt“ nun zum Hauptartikel des noch jungen Unternehmens. Die vielseitigen Muster werden weltweit in Länder wie Süd- und Mittelamerika, Russland, Skandinavien, Holland, Frankreich und die Schweiz exportiert. Das starke Wachstum des Unternehmens findet jedoch mit Kriegsausbruch 1914 ein vorläufiges Ende.

 

 

 

 

 

20er Jahre


Nach 1918 gelingt durch eine innovative Erweiterung des Produktionsprogramms auf Geschenkartikel aus Silber - wie zum Beispiel Zigarettenetuis und Puderdosen - der Einstieg in einen neuen, wachsenden Markt. Die Wirtschaftskrise im Jahr 1926 und der damit verbundene Preisdruck führen dazu, dass die bisherigen Vertriebswege geändert werden müssen. Die Waren werden von nun an ausschließlich an Fachhändler, sprich ausgewählte Juweliere im In- und Ausland verkauft. Nachdem der Firmengründer Franz Scheurle im Jahr 1929 unerwartet stirbt, übernimmt sein Sohn Gerhard Scheurle die Geschäftsleitung.

 

 

 

 

 

30er & 40er Jahre

 

Der Zweite Weltkrieg sorgt für ein erneutes Ende des Aufschwungs der 30er Jahre. Silberwaren dürfen in dieser Zeit nur noch für den Export gefertigt werden. Nach Kriegsende wird die Herstellung der Kleinsilberwaren weiter ausgebaut. Der Rohstoff Silber ist jedoch knapp. Kunden liefern folglich Altsilber an, welches zu neuen Produkten verarbeitet wird. Nach der Währungsreform 1948 zählt der Betrieb bereits 50 Mitarbeiter.

 

 



 

 

 

50er & 60er Jahre

In den 50er Jahren floriert das Unternehmen zusehends. Neue Trends in Zeiten des Wirtschaftswunders führen zum weiteren Ausbau des Kleinsilber- und Geschenkartikel-Programms mit Artikeln wie Serviettenringe, Lippenstifthüllen, Pillendosen, Flaschenteller, Fingerhutbecher, Schlüsselanhänger und Fotorahmen. Die 60er sind das Jahrzehnt der großen Umbrüche. Die Jugend rebelliert und die Mode wird jugendlicher und freier. Schmuck wie wir ihn heute kennen, entwickelt sich zu einem modischen Damen-Accessoire, das ganz allmählich an Bedeutung gewinnt. Gerhard Scheurle erkennt dies frühzeitig und baut folglich das Kerngeschäft mit Damenschmuck weiter aus. Er beweist damit einen ausgeprägten Pioniergeist, der die Silberwarenbranche maßgeblich und nachhaltig beeinflusst sowie Ende der 60er modernem Silberschmuck mit zum Durchbruch verhilft.

 

 

 

 

 

 

70er Jahre

Als Experte in der Verarbeitung von Edelmetallen wird im Jahre 1971 die Kombination von Produkt „Uhr“ und Edelmetall „Silber“ erfolgreich gemeistert. Dies macht das Unternehmen in Europa zum führenden Hersteller von Designuhren in Silber. Im Jahre 1972 überträgt Gerhard Scheurle die Geschäftsleitung an seinen Sohn Franz F. Scheurle sowie Schwiegersohn Dr. Christoph Boden. Schon bald darauf kreiert das junge Management den Markennamen „Quinn“, der einen sprachlichen Anklang zum englischen Wort „Queen“ aufweist. Der damalige Werbespruch lautet dazu passend: „Junger Schmuck mit blauem Blut“. Im Jahre 1974 werden die aktuellen Firmengebäude in der Gutenbergstraße bezogen. Schließlich erfolgt die Fokussierung auf Schmuckartikel, d.h. der Produktionszweig Kleinsilber verliert seinen Status als Hauptumsatzträger. In diesem Zuge ergänzt ab 1976 auch erstmals eine neu geschaffene Goldschmucklinie die Silberkollektion.

 

 

 

 

 

80er & 90er Jahre

Dieser Zeitabschnitt ist geprägt vom Aufbau neuer Produktsortimente und Absatzmärkte. Das Unternehmen verändert seinen Werbe-Slogan zu „Quinn - Mode in Gold, Silber, Platin“. Dies um seinen eigenen Ansprüchen Ausdruck zu verleihen, Schmuck zu gestalten, der wie „Prêt-à-porter“- bzw. „Ready-to-wear“-Bekleidung täglich, also nicht nur zu besonderen Anlässen getragen werden kann. Dank einer Erweiterung der verarbeiteten Edelmetalle auf Platin in den 80ern und Edelstahl in den 90ern können neue Schmuckdesigns verwirklicht werden. Quinn trifft mit seiner Gelbgold- Kollektion "Skinline" den Zeitgeist der 90er Jahre und erhält 1997 den ersten Preis bei der EVA-Verleihung in der Kategorie "Lieblingsschmuck für alle Tage und jede Gelegenheit".

 

 


 

Das neue Jahrtausend

Nach dem Ausscheiden von Dr. Christoph Boden in den Ruhestand übernimmt im Jahr 2001 Oliver Scheurle dessen Platz in der Geschäftsleitung. Der Sohn von Franz F. Scheurle ist seither für die Bereiche Produktentwicklung, Einkauf und Herstellung verantwortlich. Zum hundertjährigen Firmenjubiläum im Jahr 2003 zählt Quinn zu den führenden Marken im Segment Premium-Silberschmuck. Nachdem im Jahre 2008 auch Franz F. Scheurle in den Ruhestand eintritt, übernimmt sein zweiter Sohn Peter dessen Position im Familienunternehmen. Peter M. Scheurle ist für die Bereiche Finanzen, Marketing und Vertrieb zuständig.

 

 

 

 

Heute

Das Unternehmen wird bereits in der vierten Generation von den Brüdern Scheurle noch immer als Familienunternehmen geführt. Quinn setzt dabei nach wie vor auf seine eigene Formensprache. Diese wurde durch nordeuropäische Einflüsse geprägt und zeichnet sich bis heute durch puristische, großflächige und massive Schmuckstücke aus.

Jede Saison erscheint eine Neuheiten-Kollektion in Sterlingsilber und Gold, die die zeitlosen Quinn-Klassiker, die Farbstein-Kollektion „Colors“ sowie Quinns Konzeptprodukte wie C.C.C und IQ sinnvoll ergänzen und modische Trends setzen und reflektieren.

Auch wenn sich das Unternehmen in 111 Jahren des Öfteren neu erfunden und aufgestellt hat, so ist es seinen Werten, seiner Designidentität und schließlich seinem Ziel stets treu geblieben: Innovativer Vorreiter mit kompromissloser Qualität im Segment Premium-Silberschmuck zu sein.