ÜBER 120 JAHRE SCHMUCKTRADITION

Quinn Chronik
– Schmucktradition seit 1903

Tradition und die damit verbundenen Werte entstehen nicht über Nacht – sie wachsen über Jahre, Jahrzehnte und Generationen hinweg. Genau diese Beständigkeit prägt Quinn als Schmuckhersteller seit 1903.

Tauchen Sie ein in die Geschichte von Quinn und entdecken Sie, wie aus handwerklicher Leidenschaft und klarer Gestaltung eine Marke mit unverwechselbarer Identität entstanden ist – bis heute.

Die Anfangsjahre

Die Silberwarenfabrik Franz Scheurle wird im Jahr 1903 in Schwäbisch Gmünd gegründet und bildet den Ursprung des heutigen Schmuckherstellers Quinn. In den Anfangsjahren umfasst das Sortiment eine Auswahl an Kleinsilberartikeln, die bereits für ihre Qualität und handwerkliche Verarbeitung geschätzt werden.

Inspiriert von der Pariser Weltausstellung entwickelt sich der silberne Stock- und Schirmgriff zu einem gefragten Trendprodukt und prägt das frühe Wachstum des Unternehmens. Die vielseitigen Designs werden international exportiert – unter anderem nach Süd- und Mittelamerika, Russland, Skandinavien, Frankreich, Holland und in die Schweiz.

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 wird diese erfolgreiche Entwicklung jedoch vorerst unterbrochen.

20er Jahre

Nach 1918 gelingt durch eine innovative Erweiterung des Produktionsprogramms auf
Geschenkartikel aus Silber – wie zum Beispiel Zigarettenetuis und Puderdosen – der Einstieg in einen neuen, wachsenden Markt. Die Wirtschaftskrise im Jahr 1926 und der damit verbundene Preisdruck führen dazu, dass die bisherigen Vertriebswege geändert werden müssen.
Die Waren werden von nun an ausschließlich an Fachhändler, sprich ausgewählte Juweliere
im In- und Ausland verkauft. Nachdem der Firmengründer Franz Scheurle im Jahr 1929 unerwartet stirbt, übernimmt sein Sohn Gerhard Scheurle die Geschäftsleitung.

30er & 40er Jahre

Der Zweite Weltkrieg sorgt für ein erneutes Ende des Aufschwungs der 30er Jahre.
Silberwaren dürfen in dieser Zeit nur noch für den Export gefertigt werden. Nach Kriegsende wird die Herstellung der Kleinsilberwaren weiter ausgebaut. Der Rohstoff Silber ist jedoch knapp. Kunden liefern folglich Altsilber an, welches zu neuen Produkten verarbeitet wird. Nach der Währungsreform 1948 zählt der Betrieb bereits 50 Mitarbeiter.

50er & 60er Jahre

In den 50er Jahren floriert das Unternehmen zusehends. Neue Trends in Zeiten des Wirtschaftswunders führen zum weiteren Ausbau des Kleinsilber- und Geschenkartikel-Programms mit Artikeln wie Serviettenringe, Lippenstifthüllen, Pillendosen, Flaschenteller, Fingerhutbecher, Schlüsselanhänger und Fotorahmen.

Die 60er sind das Jahrzehnt der großen Umbrüche. Die Jugend rebelliert und die Mode wird jugendlicher und freier. Schmuck wie wir ihn heute kennen, entwickelt sich zu einem modischen Damen-Accessoire, das ganz allmählich an Bedeutung gewinnt. Gerhard Scheurle erkennt dies frühzeitig und baut folglich das Kerngeschäft mit Damenschmuck weiter aus. Er beweist damit einen ausgeprägten Pioniergeist, der die Silberwarenbranche maßgeblich und nachhaltig beeinflusst sowie Ende der 60er modernem Silberschmuck mit zum Durchbruch verhilft.

70er Jahre

Als Experte in der Verarbeitung von Edelmetallen wird im Jahre 1971 die Kombination von Produkt „Uhr“ und Edelmetall „Silber“ erfolgreich gemeistert. Dies macht das Unternehmen in Europa zum führenden Hersteller von Designuhren in Silber. Im Jahre 1972 überträgt Gerhard Scheurle die Geschäftsleitung an seinen Sohn Franz F. Scheurle sowie Schwiegersohn Dr. Christoph Boden.

Schon bald darauf kreiert das junge Management den Markennamen „Quinn“,
der einen sprachlichen Anklang zum englischen Wort „Queen“ aufweist.
Der damalige Werbespruch lautet dazu passend: „Junger Schmuck mit blauem Blut“. Im Jahre 1974 werden die aktuellen Firmengebäude in der Gutenbergstraße bezogen. Schließlich erfolgt die Fokussierung auf Schmuckartikel, d.h. der Produktionszweig Kleinsilber verliert seinen Status als Hauptumsatzträger. In diesem Zuge ergänzt ab 1976 auch erstmals eine neu geschaffene Goldschmucklinie die Silberkollektion.

80er & 90er Jahre

Dieser Zeitabschnitt ist geprägt vom Aufbau neuer Produktsortimente und Absatzmärkte.
Das Unternehmen verändert seinen Werbe-Slogan zu „Quinn – Mode in Gold, Silber, Platin“.
Dies um seinen eigenen Ansprüchen Ausdruck zu verleihen, Schmuck zu gestalten, der wie „Prêt-à-porter“-
bzw. „Ready-to-wear“-Bekleidung täglich, also nicht nur zu besonderen Anlässen getragen werden kann.

Dank einer Erweiterung der verarbeiteten Edelmetalle auf Platin in den 80ern und
Edelstahl in den 90ern können neue Schmuckdesigns verwirklicht werden.
Quinn trifft mit seiner Gelbgold- Kollektion “Skinline” den Zeitgeist der 90er Jahre und
erhält 1997 den ersten Preis bei der EVA-Verleihung
in der Kategorie “Lieblingsschmuck für alle Tage und jede Gelegenheit”.

Das neue Jahrtausend

Nach dem Ausscheiden von Dr. Christoph Boden in den Ruhestand übernimmt im Jahr 2001
Oliver Scheurle dessen Platz in der Geschäftsleitung. Der Sohn von Franz F. Scheurle ist seither für die Bereiche Produktentwicklung,
Einkauf und Herstellung verantwortlich.

Zum hundertjährigen Firmenjubiläum im Jahr 2003 zählt Quinn zu den führenden Marken
im Segment Premium-Silberschmuck. Im Jahr 2008 tritt auch Franz F. Scheurle
in den Ruhestand ein. 

Heute

Das Unternehmen wird nun bereits in der vierten Generation von Oliver Scheurle
 als Familienunternehmen geführt.
Quinn setzt dabei nach wie vor auf seine eigene Formensprache. 
Diese wurde durch nordeuropäische Einflüsse geprägt und zeichnet ‚
sich bis heute durch puristische, großflächige und massive Schmuckstücke aus.

Jede Saison erscheint eine Neuheiten-Kollektion in Sterlingsilber und Gold,
die die zeitlosen Quinn-Klassiker, die Farbstein-Kollektion „Colors“ sowie
Quinns Konzeptprodukte wie C.C.C und IQ sinnvoll ergänzen und
modische Trends setzen und reflektieren.

Auch wenn sich das Unternehmen in 120 Jahren des Öfteren neu erfunden
und aufgestellt hat, so ist es seinen Werten, seiner Designidentität und
schließlich seinem Ziel stets treu geblieben:
Innovativer Vorreiter mit kompromissloser Qualität im
Segment Premium-Silberschmuck zu sein.